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Aktuelles

Mehr Leistungen für Pflegebedürftige durch Pflegereform 2022

Mit der Pflegereform, die zum Januar 2022 in Kraft getreten ist, ergeben sich für Pflegebedürftige einige Vorteile. Denn die Leistungen haben sich in verschiedenen Bereichen erhöht. Für die stationäre Pflege sinkt der Eigenanteil, den man selbst leisten muss. Für die ambulanten Pflegesachleistungen und für die Kurzzeitpflege werden höhere Leistungsbeiträge durch die Pflegekasse gezahlt. 

Über die konkreten Beträge der Leistungserhöhungen informieren Sie individuell und kostenfrei die Pflegestützpunkte im Land Brandenburg. Die Themenfelder, in denen hier die Beratung für Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen stattfindet, sind so vielfältig wie die individuellen Pflegesituationen. Pflege betrifft keineswegs ausschließlich Seniorinnen und Senioren, sondern Menschen jeden Alters. Genau das macht das Themenfeld so komplex. Die Pflegestützpunkte unterstützen bei der Stellung von Anträgen zur Pflegeeinstufung, zu Hilfs- und Pflegehilfsmitteln. Die Beraterinnen informieren zu Möglichkeiten der Entlastung der Angehörigen, zur Finanzierung von Pflege und zu sehr wichtigen verbessernden Maßnahmen für das Wohnumfeld. „Oftmals müssen in Wohnung oder Haus Barrieren wie Türschwellen oder zu schmale Türrahmen beseitigt werden, damit Pflege tatsächlich zuhause erfolgen kann“, unterstreicht Chris Behrens, Leiter der Pflegestützpunkte Brandenburg. „Wir erläutern den Ratsuchenden auch, welche Umbaumaßnahmen im Rahmen der Pflegebedürftigkeit finanziert werden können.“

Neuer Leistungszuschlag für Pflegebedürftige in vollstationären Einrichtungen

Seit Januar 2022 zahlt die Pflegekasse Pflegebedürftigen in vollstationären Einrichtungen einen neuen Zuschlag zur Entlastung des persönlichen Eigenanteils. Den sogenannten Leistungszuschlag erhalten Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 2 bis 5. Wie hoch der Zuschlag ist, richtet sich danach, wie lange der Versicherte schon im Pflegeheim lebt. Er staffelt sich wie folgt: ab Aufnahme im Pflegeheim 5 Prozent des Eigenanteils an den pflegebedingten Aufwendungen, bei mehr als 12 Monaten 25 Prozent, bei mehr als 24 Monaten 45 Prozent und bei mehr als 36 Monaten 70 Prozent. 

„Bereits zum Jahreswechsel haben alle anspruchsberechtigten Versicherten ein Schreiben ihrer Pflegekasse erhalten. In dem Schreiben stand die prozentuale Höhe des individuellen Zuschusses. Versicherte müssen in der Regel einen Teil der Pflegekosten selbst bezahlen. Die Pflegekasse zahlt den anderen Teil. Genau dieser wird durch den neuen Leistungszuschlag erhöht und führt zu einer finanziellen Entlastung des Anteils der Versicherten“, erläutert Chris Behrens, Leiter der Pflegestützpunkte Brandenburg. „Die Kosten für die Unterkunft, die Verpflegung und Investitionskosten, wie beispielsweise Instandhaltungskosten des Pflegeheimes, gehören nicht dazu. Diese Beträge müssen die Pflegebedürftigen selbst tragen.“

Der neue Leistungszuschlag muss nicht beantragt werden. Er wird automatisch durch die Pflegekasse gewährt und an die Pflegeeinrichtung gezahlt. Die Pflegeeinrichtung berücksichtigt die von der Pflegekasse gezahlten Leistungen bei der Abrechnung des zu zahlenden Eigenanteil individuell für jeden Versicherten.

Auch die Leistungsbeiträge der Pflegekasse für ambulante Pflegesachleistungen (für die Pflege durch Pflegedienste) und für die Kurzzeitpflege wurden zum 1. Januar 2022 erhöht. Über die Details informiert Sie gern das Team der Pflegestützpunkte Brandenburg individuell und kostenfrei. Die Berater:innen sind flächendeckend im Land für Sie vor Ort.

Mehr Geld für Pflegesachleistungen und die Kurzzeitpflege

Pflegestützpunkte erläutern neue Leistungen aus der Pflegereform
Rund 154.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger sind pflegebedürftig. Das entspricht mehr als sechs Prozent der Gesamtbevölkerung und liegt deutlich über dem Durchschnitt in Deutschland. Bemerkenswert ist, dass mehr als 83 Prozent dieser auf Pflege angewiesenen Menschen zuhause gepflegt werden. Möglich macht das zuallererst die große Zahl der pflegenden Angehörigen, aber auch die vielfältigen ambulanten Pflegeangebote, die unter anderem der Entlastung der Pflegenden dienen sollen. 

Höhere Leistungsbeträge durch Pflegereform
Durch die Pflegereform, die zum Jahresbeginn in Kraft getreten ist, haben sich die Leistungen der Pflegekasse für ambulante Pflegesachleistungen (bei der Pflege durch Pflegedienste) um 5 Prozent und für die Kurzzeitpflege um 10 Prozent erhöht. „Wie genau sich diese Erhöhung auf die konkrete Pflege auswirkt, erläutern Ihnen individuell unsere Beraterinnen der Pflegestützpunkte“, informiert Chris Behrens, Leiter der Pflegestützpunkte Brandenburg. Die Pflege- und Sozialberaterinnen sind für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen im ganzen Land vor Ort. „Die Pflegegesetzgebung ist sehr komplex. Deshalb ist es für die Menschen sehr wichtig, dass wir unser individuelles, neutrales und kostenfreies Beratungsangebot an 43 Stellen leisten. Damit können wir dazu beitragen, dass Pflege zuhause in diesem Umfang für so viele Brandenburgerinnen und Brandenburger möglich ist. Genau das ist unser oberstes Ziel!“

Pflegebedürftig sind Menschen jeden Alters
Pflege betrifft keineswegs ausschließlich Seniorinnen und Senioren, sondern Menschen jeden Alters. Genau das macht das Themenfeld so komplex. Das Team der Pflegestützpunkte Prignitz unterstützt bei der Stellung von Anträgen zur Pflegeeinstufung, zu Hilfs- und Pflegehilfsmitteln. Die Berater:innen der Pflegestützpunkte informieren zu Möglichkeiten der Entlastung der Angehörigen u. a. durch Kurzzeitpflege, zur Finanzierung von Pflege und zu sehr wichtigen Umbaumaßnahmen in Wohnung oder Haus.